Neustart duales Studium

Zweite Chance duales Studium

Viele Studierende brechen ihr klassisches Präsenzstudium wieder ab, gleichzeitig erfreut sich das duale Studium immer größerer Beliebtheit. Der IUBH Standort Dortmund widmet daher dem Neustart im dualen Studium eine eigene Veranstaltungsreihe.

 

Jeder dritte Studierende in Deutschland bricht sein Bachelorstudium ab, hat das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) im Januar 2017 ermittelt. Alarmierend hohe Zahlen, die in den letzten Jahren immer weiter gestiegen sind.

„Ich habe vor dem Studium an der IUBH nicht nur ein, sondern gleich zwei Studiengänge ausprobiert und auch relativ schnell wieder abgebrochen. Das erste, weil ich falsche Vorstellungen von den Karrierechancen und dem späteren Gehalt hatte. Außerdem war es mir zu trocken und zu wenig abwechslungsreich. Das zweite, weil die Theorie im Studium mit der Praxis im Beruf nicht viel zu tun hat“, erzählt Hannah, duale Studentin der Sozialen Arbeit an der IUBH in Dortmund.

Zu wenig Praxisbezug frustriert Präsenzstudierende

Wie ihr geht es vielen Studierenden, wie die Studie des DZHW beweist: Der fehlende Berufs- und Praxisbezug des Studiums spielt für rund die Hälfte der Studienabbrecher eine wichtige Rolle bei ihrer Abbruchentscheidung. 59 Prozent der Studienabbrecher sagen, dass der Praxisbezug der Lehre an ihrer Hochschule nicht gegeben ist. Dieses Problem besteht vor allem an Universitäten, wo drei von vier Abbrechern angeben, sich praktischer orientieren zu wollen. An Fachhochschulen sind es im Vergleich nur 64 Prozent.

Dass das nicht die einzigen Gründe sind, zeigt die Geschichte von Maximiliane. Auch sie hat ihr Erststudium abgebrochen, nachdem sie sich an der öffentlichen Uni nur als Matrikelnummer und mit ihren Fragen und Sorgen allein gelassen fühlte. „Es war schwer sich zurecht zu finden, da einem wenig geholfen wird“, erklärt sie.

Neustart duales StudiumDuales Studium wird immer beliebter

Maximiliane und Hannah sind auf der Suche nach einem Alternativstudium auf die IUBH gestoßen. „Ich bin absolut kein theoretischer Mensch – nur akademisches Lernen macht mir nicht wirklich Spaß. Dank des dualen Systems habe ich ein abwechslungsreicheres Studium. Ich sitze nicht nur im Seminarraum, sondern komme auch mal raus in den Arbeitsalltag“, freut sich Hannah über ihre Studienwahl. „Jetzt weiß ich, wofür ich lerne, da ich einen direkten Bezug zu meinem Praxispartner und zur Branche herstellen kann. Dies war für mich eigentlich das Wichtigste, da ich mich früher immer wieder dabei erwischt habe zu denken ‚wofür lerne ich das hier alles überhaupt?‘ und ‚wofür brauche ich das später?‘,“ erklärt Maximiliane, die nun dual Tourismuswirtschaft studiert.

Vor allem junge Menschen, die schnell finanziell unabhängig werden wollen und eine Neigung zu praktischen Tätigkeiten haben, nehmen laut dem aktuellen Bildungsbericht „Bildung in Deutschland 2018“ ein duales Studium auf. Allein an der IUBH hat sich von 2013 bis 2017 die Anzahl der Studierenden, die sich für ein duales Studium entschieden haben, von 761 auf 2.662 erhöht – das entspricht einer Steigerung von knapp 350 Prozent. Das belegt nicht nur die steigende Beliebtheit des dualen Studiums, sondern auch, dass diese besondere Form der Verbindung von beruflicher und hochschulischer Qualifizierung endlich als Studienoption in den Köpfen der Schulabgänger angekommen ist.

Wie es nach einem Studienabbruch weitergehen kann

„Für mich kam ein ‚normales‘ Studium nach meinen negativen Erfahrungen nicht mehr in Frage. Durch das duale Studium habe ich die Möglichkeit, alles, was ich gelernt habe, direkt anzuwenden. Man hat einen Grund zu lernen, weil man genau weiß, dass das Gelernte einen weiterbringen wird. So ist die Motivation einfach viel größer“, begründet Maximiliane ihre Wahl. Hannah hat die Unterstützung bei der Praxispartnersuche von der IUBH überzeugt und sie hat ihre Entscheidung bis heute nicht bereut: „Das duale Studium an der IUBH ist für mich persönlich besser als das reguläre Präsenzstudium. Es gibt hier eine überschaubare Kursgröße und man hat in den Vorlesungen die Möglichkeit, sich mit den Dozenten auszutauschen, aber auch Inhalte kritisch zu hinterfragen. Ich kann es nur empfehlen.“

Auch Robert Werner, Campusleiter an der IUBH Duales Studium in Dortmund, hört oft, dass Studierende abbrechen, weil ihnen der Praxisbezug an ihrer alten Hochschule gefehlt hat. „Wir haben viele Bewerber, die erzählen, dass sie sich an ihrer alten Hochschule nicht genug unterstützt gefühlt haben und das Gefühl hatten, nicht zu wissen wofür sie sich das Wissen aneignen.“ Darum hat der Standort die Infoveranstaltung „Neustart Duales Studium“ ins Leben gerufen. Hier wird thematisiert, wie es nach einem Studienabbruch weitergeht und wie das duale Studium abläuft, aber auch, welcher Job passen könnte und welche Praxisunternehmen in Frage kämen. Für individuelle Fragen sind stets auch Studienberater vor Ort. „Die erste Veranstaltung war bereits ein großer Erfolg. Wir hoffen, dass wir noch viele weitere junge Menschen bei ihrem Weg in die Zukunft beraten und unterstützen dürfen.“

 

Interessierte finden die aktuellen Termine der Infoveranstaltung „Neustart Duales Studium“ am Dortmunder Campus der IUBH unter https://www.iubh-dualesstudium.de/termin/

 

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