wie geht es weiter

Wie bewerbe ich mich richtig? – Teil 9: Wie geht es weiter?

In unserer Serie „Wie bewerbe ich mich richtig?“ erfährst Du alles zum Thema Bewerbung und Jobwahl – von der Frage „Was will ich überhaupt?“ über das perfekte Bewerbungsbild bis hin zum Vorstellungsgespräch.

 

Nach dem Vorstellungsgespräch kannst Du erst einmal nicht viel machen außer abzuwarten – und ein Dankschreiben zu schicken. Selbstverständlich nur für den Fall, dass das Gespräch gut war und Du Dir auch vorstellen könntest, den Job anzunehmen. Bislang ist das in Deutschland noch nicht sehr verbreitet, aber umso besser kannst Du Dich damit von der Masse abheben. In einem solchen Schreiben kannst Du noch einmal betonen, wie positiv Du das Gespräch fandest und dass es Deinen Wunsch verstärkt hat, für dieses Unternehmen zu arbeiten. Außerdem hast Du hier auch die Chance, im Notfall Schiefgelaufenes gerade zu rücken und offene Fragen zu klären. Insgesamt sollte das Ganze aber nicht länger als eine halbe Seite sein.

Selbst wenn es bei der Stelle um Deinen absoluten Traumjob geht, wäre es nicht klug, alles auf eine Karte zu setzen. Es gilt also: Weitersuchen und bewerben, das erhöht Deine Chancen, einen guten Job zu finden.

Nachfragen erst nach etwa zwei Wochen

Wenn vereinbart war, dass sich die Firma zum Beispiel nach einer Woche meldet, solltest Du frühestens zwei Wochen nach dem Bewerbungsgespräch nachfragen, ob es schon eine Entscheidung gibt. Manche Auswahlprozesse dauern allerdings etwas länger. Das kann zum Beispiel an festen Abläufen im Unternehmen liegen oder daran, dass ein Entscheidungsträger erkrankt oder im Urlaub ist. Dann ist es wichtig, dass Du nicht zu forsch auftrittst oder sogar nervst. Verständnisvoll und freundlich bleiben, führt meist schneller zum Ziel.

Nicht entmutigen lassen!

Nun sollte eigentlich eine Entscheidung des Unternehmens folgen. Der beste Fall: Du wirst zu einem zweiten Treffen oder direkt zur Vertragsunterzeichnung eingeladen. Im schlimmsten Fall bekommst Du eine Absage. Sollte es nicht geklappt haben: Sei nicht frustriert! Das passiert jedem und Du kannst nachfragen, woran es gelegen hat. So erhältst Du eventuell wertvolle Tipps für die nächste Bewerbung.

Manchmal schicken Unternehmen nicht einmal eine Absage. Dann solltest Du nachhaken und deutlich machen, dass Du noch an der Stelle interessiert bist. Frage nach, wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist, und lasse durchblicken, dass Du auch mit anderen Unternehmen sprichst und Dich dort bald entscheiden musst.

Achtung vor falschen Erwartungen

Wenn Du eine Zusage bekommst, ist es wichtig, dass Du nicht mit falschen Erwartungen ins Unternehmen gehst. Behalte daher stets im Blick, dass es in den ersten Monaten – der Probezeit – erst einmal um das gegenseitige Kennenlernen zwischen Dir und Deinem neuen Arbeitgeber geht. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Du in dieser Phase auch Aufgaben bekommst, die vielleicht nicht ganz in Deinen Arbeitsbereich fallen. Wichtig ist es, trotzdem Ausdauer, Engagement und Motivation zu zeigen. Das Unternehmen testet, wie Du auf Dein neues Umfeld reagierst. Sollte es wirklich Probleme geben, sprich das offen bei Deinem Chef oder der Personalabteilung an. Dann könnt ihr versuchen, gemeinsam eine Lösung zu finden.

 

wie geht es weiter3 Tipps vom Profi:

Julia Stadler, Studienberaterin

  • Nach dem Gespräch kannst Du eine E-Mail ans Unternehmen schicken und Dich für das Gespräch bedanken. Du kannst auch erwähnen, dass Du Dich auf die Rückmeldung freust. Als dualer Studierender nicht vergessen, auch Deinen Studienberater über den Verlauf des Gesprächs und die Vereinbarungen zu informieren.
  • Wenn sich das Unternehmen nach ein bis zwei Wochen bzw. zum vereinbarten Zeitpunkt noch nicht zurückgemeldet hat, kannst Du anrufen und fragen, wie weit der Entscheidungsprozess vorangeschritten ist, mit Deiner Ansprechperson im Unternehmen ein neues „Entscheidungsdatum“ festlegen, eventuell auch ein Probearbeiten anbieten. In jedem Fall solltest Du am Ball bleiben.
  • Deine Erwartungen wurden nicht erfüllt? In der Regel steht es Dir auch als dualer Studierender oder in Ausbildung zu, dass mindestens 50 Prozent Deiner Aufgaben fachspezifische Aufgaben sind. Solltest Du das Gefühl haben, dass das dauerhaft nicht der Fall ist, kannst Du Dich zunächst an Deinen Betreuer im Unternehmen wenden und das ansprechen. Als dualem Studierenden steht Dir natürlich auch Dein Studienberater bei Fragen und Unsicherheiten zur Seite.

 

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