Bewerbungsfoto

Wie bewerbe ich mich richtig? – Teil 2: Das Bewerbungsfoto

In unserer Serie „Wie bewerbe ich mich richtig?“ erfährst Du alles zum Thema Bewerbung und Jobwahl – von der Frage „Was will ich überhaupt?“ über das perfekte Bewerbungsbild bis hin zum Vorstellungsgespräch.

 

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ – das gilt natürlich auch bei der Bewerbung. Zwar ist ein Bewerbungsfoto seit der Einführung des Antidiskriminierungsgesetzes (AGG) 2006 nicht mehr verpflichtend, dennoch ist es gut, sich mit Bild zu bewerben. Denn wie sagt ein weiteres deutsches Sprichwort so schön? „Der erste Eindruck zählt.“ Bilder bleiben im Gedächtnis und Du kannst so bereits einen positiven Eindruck hinterlassen.

Nun ist ein Bewerbungsfoto nicht irgendein Bild, es soll Dir schließlich zu einem neuen Job verhelfen. Daher sollte es zeigen, dass Du zum Unternehmen und dem Job passt. Klug ist es deshalb, vorher abzuklären, ob es einen Dresscode im Unternehmen gibt. Das geht oft gut über die Fotos der Mitarbeiter bei Xing oder LinkedIn. Oder Du gehst als Kunde in die Firma und schaust Dich dort um. Sonst sollte die Kleidung zum angestrebten Job passen und nicht zu leger sein. Für Frauen ist schulterfrei ebenso tabu wie tiefe Dekolletees und zu viel Make-up.

Mut zur Männlichkeit

Beide Geschlechter sollten gewaschene und gepflegte Haare haben. Bei Männern gehört hier auch der Bart dazu. Frauen tragen am besten ein hochwertiges Shirt oder eine Bluse mit wenig Ausschnitt und Blazer. Männer sollten ein zugeknöpftes Hemd mit Jackett tragen, Krawatte muss nicht sein. Die Farben dürfen bei beiden nicht zu knallig sein. Für Accessoires wie Make-up gilt: Weniger ist mehr.

Laut psychologischer Studien können Frauen besser punkten, wenn sie ihre „männliche Seite“ betonen. Empfehlenswert ist daher zum Beispiel ein dunkler Hosenanzug mit schlichter heller Bluse, denn der kommt bei den meisten Personalern – unabhängig vom Geschlecht – gut an. Du wirkst damit seriöser und durchsetzungsstärker. Unterstützen kannst Du das durch zurückgekämmte oder hochgesteckte Haare, so die Ergebnisse.

Palmen im Hintergrund? Besser nicht

Dein Bewerbungsfoto sollte in jedem Fall professionell vom Fotografen gemacht worden und nicht älter als ein Jahr sein. Wenn Du inzwischen ganz anders aussiehst, irritiert das beim Vorstellungsgespräch. Du solltest darauf im Halbprofil zu sehen sein und freundlich lächeln – das macht einen positiven Eindruck.

Gegenstände, die zu erkennen sind, lenken das Auge ab und erwecken den Anschein, das Foto sei eine Privataufnahme. Privatfotos und Urlaubsfotos wirken auf Bewerbungen extrem unprofessionell! Eine neutrale Fläche ist als Hintergrund also wesentlich besser.

Ob Du Dein Bewerbungsbild lieber in Farbe oder schwarz-weiß haben möchtest, ist letztlich Geschmackssache. Idealerweise harmoniert die Wandfarbe bei Farbfotos mit der Kleidung und die Beleuchtung wirft vor allem bei Schwarz-Weiß-Aufnahmen keine hässlichen Schlagschatten.

Auffallen? Dann mach‘s quer!

Gängige Formate für Bewerbungsfotos sind heute 6 mal 4 oder 9 mal 6 Zentimeter. Meistens wird das Hochformat verwendet. Mit einem Querformat kannst Du dafür besser auffallen, wenn der Bildausschnitt gut gewählt ist und zu Design und Layout Deiner Bewerbungsunterlagen passt.

Arbeitest Du mit einem Deckblatt, gehört das Foto dort prominent platziert. Sonst setze es auf die erste Seite des Lebenslaufs – und zwar in der Regel oberhalb der ersten Zeile. Ob rechts oder links, hängt davon ab, in welche Richtung die Nase zeigt. Die Faustregel: Immer in die Seite hineinschauen, nie heraus!

Befestigt wird das Bewerbungsfoto mit einem Klebestift, nicht mit einer Büroklammer! Das sieht hässlich aus und wirkt, als wolltest Du es später noch einmal verwenden. Dennoch gehört auf die Rückseite Dein Name. So kann es leicht wieder zugeordnet werden, sollte es sich von den Bewerbungsunterlagen lösen.

Checkliste für Bewerbungsfotos

  • Blickkontakt mit Betrachter?
  • Offenes Lächeln?
  • Sitzt die Frisur?
  • Natürlicher Hautton?
  • Keine Schatten im Gesicht?
  • Passende Kleidung ohne Falten?
  • Neutraler Hintergrund?

 

Im nächsten Teil erfährst Du, wie man eine Stellenanzeige richtig liest, um zu wissen, wie der potenzielle neue Arbeitgeber tickt und was er eigentlich von Dir erwartet.

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