Gleichstellungsbeauftragte

Was macht eigentlich eine… Gleichstellungsbeauftragte?

Auch an Hochschulen existieren Berufsbezeichnungen, unter denen man sich zuerst einmal wenig vorstellen kann. Daher haben wir Prof. Dr. Alexandra Wuttig gefragt, was genau ihr Job als Gleichstellungsbeauftragte ist.

 

Wie lautet Deine Berufsbezeichnung?

Ich bin die Gleichstellungsbeauftragte der IUBH und Professorin für Entrepreneurship und Innovation.

Was genau ist Deine Aufgabe?

Ich bin dafür zuständig, die Chancengleichheit aller Hochschulmitglieder der IUBH zu gewährleisten. Mein Anliegen ist es daher, Ungleichbehandlungen aus der Welt zu schaffen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu gewährleisten, aber auch die Gleichberechtigung von Frauen und Männern sicherzustellen.

Wie wird man Gleichstellungsbeauftragte?

Es gibt keinen einheitlichen Karrierepfad, in der Regel wird man für eine gewisse Zeit ernannt oder gewählt. Ich selbst habe als Rechtsanwältin einen juristischen Hintergrund, aber das ist sicherlich keine Voraussetzung. Eine Affinität für Diversity-Themen und die Bereitschaft, sich dafür einzusetzen, ist aber wichtig. Ich engagiere mich seit Jahren ehrenamtlich in dem Bereich und habe in meinen vorherigen Positionen in der Wirtschaft, aber auch in den von mir gegründeten Unternehmen, Frauenförderung immer als Bestandteil meiner Arbeit angesehen.

Was magst Du an Deiner Arbeit besonders gerne?

Die Möglichkeit, anderen zu helfen, und die Gerechtigkeitskomponente, die dabei zum Tragen kommt. Mir ist es besonders wichtig, dass alle die gleichen Chancen und Möglichkeiten haben, sich zu entfalten.
Ich kann mich an eine Unterhaltung mit einem Partner einer Rechtsanwaltskanzlei erinnern, der mir erzählt hat, wie gut er Karriere und Kinder unter einen Hut bringt: Er habe drei Kinder und würde jeden Abend um 19 Uhr für eine Stunde zum Abendessen nach Hause fahren. Seine Frau habe ihren Beruf aufgegeben. Meine Frage, ob sie glücklich seien mit diesem Modell, beantwortete er aber damit, dass sie keine echte Wahl hatten.
Mir ist es wichtig, dass beide – Männer und Frauen – eine echte, gerechte Wahl haben, wie sie Beruf und Familie vereinbaren. Die Ausgangsposition sollte für alle, ungeachtet des Geschlechts oder der Herkunft, vergleichbar sein. Ob und was man letztlich daraus macht, bleibt einem dann selbst überlassen.

Was ist daran immer wieder eine Herausforderung für Dich?

Für mich sind Herausforderungen etwas Positives, und so freue ich mich, zusammen mit unserem Pro-Rektor für Internationales und Diversity eine Strategie entwickeln zu können, die uns erlauben wird, Fortschritte im Bereich Chancengleichheit zu machen.

 

Dr. Alexandra Wuttig ist seit Dezember 2018 als Gleichstellungsbeauftragte für die IUBH tätig. Zu ihren Hobbys gehören vor allem spannende Geschäftsideen.

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