Forschungsreferentin

Was macht eigentlich eine… Forschungsreferentin

Auch an Hochschulen liest man oft Berufsbezeichnungen, unter denen man sich wenig vorstellen kann. Daher haben wir einige Kollegen an der IUBH Internationalen Hochschule gefragt, was eigentlich genau ihr Job ist.

 

Wie lautet Deine Berufsbezeichnung?

Ich bin Forschungsreferentin an der IUBH Internationalen Hochschule.

Was genau ist Deine Aufgabe an der Hochschule?

Als Forschungsreferentin bin ich für die Förderung und Unterstützung aller Forschungsaktivitäten an der Hochschule zuständig. Dazu gehört zum einen, die Informationen über Projektausschreibungen der großen Fördergesellschaften sowie zu Calls for Papers von Tagungen und Konferenzen im In- und Ausland an die forschenden Kollegen weiterzugeben. Aber auch bei Publikationen unterstütze ich die Professorinnen und Professoren und bin Ansprechpartnerin für alle sonstigen Fragen der Forschungsförderung wie zum Beispiel dem Forschungsfreisemester, der Teilnahme an Tagungen oder der Möglichkeit, die Unterrichtszeit, also die Semesterwochenstunden, zu reduzieren. Zudem bin ich für die neu aufgelegte eigene Forschungsreihe unserer Hochschule, die „IUBH Discussion Papers“, verantwortlich.

Während der Antragsphase von Forschungsprojekten unterstütze ich im administrativen Bereich und setze mich mit den Antragsbedingungen auseinander, so dass der antragsstellende Professor oder die Professorin sich auf die inhaltlichen Aspekte konzentrieren kann. Läuft das Forschungsprojekt bereits, bleibe ich weiterhin die Ansprechpartnerin für alle administrativen Fragen und unterstütze bei Abrechnungen und Zwischenberichten.

Um generell die Sichtbarkeit der Forschungsaktivitäten an der IUBH zu erhöhen, arbeite ich an einer Forschungsdatenbank und bin im engen Kontakt mit der Marketingabteilung, damit über spannende Projekte und ihre Ergebnisse auch nach außen berichtet wird. Außerdem versuche ich die internen Netzwerke zu unterstützen und mache Professoren auf Aktivitäten ihrer Kollegen aufmerksam, die ihre eigenen Forschungstätigkeiten ergänzen oder erweitern könnten.

Wie wird man Forschungsreferentin?

Eine klassische Ausbildung oder einen spezifischen Studiengang zum Forschungsreferenten gibt es nicht. Forschungsreferenten haben in der Regel zuvor wissenschaftlich gearbeitet und sehr häufig promoviert. Sie haben also selbst Forschungserfahrung und kennen die Beantragung und den Ablauf von Forschungsprojekten. Inzwischen gibt es auch spezifische Fort- und Weiterbildungen, in denen beispielsweise die finanziellen und rechtlichen Aspekte von EU-Projekten behandelt werden.

Was magst Du an Deiner Arbeit besonders gerne?

Die Vielfältigkeit, sich immer wieder in neue Themen einzuarbeiten und mit den Kulturen der verschiedenen Fachrichtungen, Menschen und Anforderungen auseinanderzusetzen. Außerdem macht es mir Spaß, Forschungs- und Antragsideen zu diskutieren und – hoffentlich – ein wenig weiterzuentwickeln.

Was ist daran immer wieder eine Herausforderung für Dich?

Ich denke, es ist immer eine Herausforderung herauszubekommen, was der einzelne Wissenschaftler oder die Wissenschaftlerin benötigt und welche konkrete Unterstützung ich ihm oder ihr bieten kann. Auch die unterschiedlichen Fachkulturen und die vielen Standorte der IUBH stellen eine Herausforderung dar. Schließlich versuche ich ausreichend über Forschungsoptionen oder aktuelle Entwicklungen in der Wissenschaft zu berichten und gleichzeitig die Balance zwischen zu viel und zu wenig Information zu halten.

 

Kerstin Janson ist 41 Jahre alt und seit 2016 in ihrer jetzigen Position als Forschungsreferentin für die IUBH tätig. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten mit ihrer Familie, Lesen oder als aktive Turnerin und Trainerin einer Mädchenturngruppe.

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