Check-in
Captured by Mariott International, Inc.

Von Bad Honnef nach Washington

Absolvent Christoph Heyn arbeitet für eine große Hotelkette – und revolutioniert die Branche: Seine digitale Innovation spart dem Gast jede Menge Zeit

 

Check-inAls er seine Technik zum ersten Mal ausprobierte, klopfte ihm das Herz: Christoph Heyn stand auf dem Flur des Luxushotels vor den Toren Washingtons, in der Hand sein Smartphone, das er an die Zimmertür hielt. Es machte „Klick“. „Da wusste ich, dass wir einen riesigen Schritt weitergekommen sind“, sagt Heyn. Wer online eincheckt und dann per Bluetooth-Technik und PIN die Zimmertür öffnet, kann direkt von der Hotelgarage in sein Bett gehen. „Das spart jede Menge Zeit“, konstatiert Heyn, der die bahnbrechende Technik mit seinem Team derzeit bei den Marriott-Hotels weltweit einführt.

Die Mischung aus Spitzen-Hotellerie, internationaler Tätigkeit und technischen Innovationen ist es, die ihn an seiner Arbeit fasziniert: „Was ich hier mache, ist ein Traumjob“, schwärmt der 32-Jährige. Vor sechs Jahren ist er aus Deutschland in die USA übergesiedelt, um in der Zentrale jener Hotelkette zu arbeiten, die unter ihrem Dach mehr als 20 Marken vereint. Von seiner Wohnung mitten in Washington, D.C., braucht Christoph Heyn jeden Morgen 20 Minuten ins Büro – „im Sommer fahre ich die Strecke mit der Vespa, da wird sogar der Weg zur Arbeit ein Erlebnis.“

„Ich wollte mich lieber spezialisieren. So kam ich an die IUBH.“

Den Grundstein zu seiner Karriere in der Hotel- und Tourismusbranche legte Heyn schon, als er noch Schüler war: Mit 15 Jahren gründete er im Internet ein Reiseportal, das auf Schweden spezialisiert war. Flug- und Hotelbuchungen, Tipps und Ideen für den Aufenthalt, all dies konnten Nutzer dort finden. „Das hat in mir die Faszination für den Beruf geweckt“, erinnert sich Christoph Heyn. Er verkaufte sein Startup schließlich und nahm an einer klassischen Universität ein Wirtschaftsstudium auf. „Ganz schnell habe ich aber gemerkt, dass mir die Inhalte zu breit sind, ich wollte mich lieber spezialisieren. So kam ich an die IUBH“, sagt er. Bereut hat er den Schritt nicht. Im Gegenteil, die maßgeschneiderten Inhalte und die gute Lehre begeisterten ihn. Und: „Das IUBH-Konzept, bei dem Praktika in das Studium integriert sind, war für mich ein Volltreffer!“ Für sein erstes Praktikum ging er nach Los Angeles, in das Marketing des Hotels Ritz-Carlton, welches ebenfalls zur Marriott-Kette gehört. Nach einem Auslandssemester in Arizona war Heyn dann für sein zweites Praktikum wiederum im Ritz-Carlton, diesmal in Washington. Im Anschluss daran stieg er gleich fest ein.

Sein Meisterstück: Der digitale Check-in

Die Technik zum digitalen Check-in, an der er derzeit arbeitet, ist für Christoph Heyn so eine Art Meisterstück: Er führt ein Team, in dem Techniker, Designer und Hotelexperten aus dem operativen Bereich am gleichen Strang ziehen. Derzeit sind sie zwischen Abu Dhabi und Peking unterwegs, um die nächsten Hotels umzustellen. Und immer noch ist Heyn begeistert vom Pioniergeist, der seine Aufgabe umweht: „Der Check-in läuft in Hotels seit hundert Jahren immer gleich ab. Wir stellen das jetzt auf den Kopf!“

 

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