Vom Studierenden zum Dozenten

Dr. Gabriel Laeis hat 2009 seinen Bachelor im Studiengang Hotelmanagement an der IUBH absolviert. Zehn Jahre später kehrt er zurück an den Campus Bad Honnef – als Dozent im Fachbereich Hospitality.

 

Meine Leidenschaft für Lebensmittel und das Gastgebertum habe ich schon in der Schulzeit entwickelt. Ich lernte in einem italienischen Restaurant kochen und hatte unheimlich viel Spaß daran. Eigentlich müsste ich jetzt sagen: Kochen ist mein Hobby! Es ist aber viel mehr als das: Kochen ist eine Lebenseinstellung. Ich esse nichts, was meine Großmütter nicht auch als Lebensmittel anerkannt hätten. Meine Begeisterung für Themen wie diese führte mich zur Ausbildung zum Hotelfachmann. Im Anschluss entschied ich mich für ein Studium im Fach Hotelmanagement an der damals noch jungen IUBH. Dass ich zehn Jahre später hierher zurückkehren würde, um als Dozent im Bereich Hospitality zu unterrichten, habe ich damals noch nicht geahnt.

An der IUBH ist irgendwie alles möglich

Wieso ich mich nach meiner Ausbildung für ein IUBH Studium entschieden habe? Die IUBH ist und war in Deutschland alternativlos! Wer eine Ausbildung im Hotelbereich macht und sich danach noch für das höhere Management weiterbilden möchte, der ist hier goldrichtig. Mich persönlich haben vor allem die sehr abwechslungsreichen Studieninhalte angezogen. Im Rahmen meines IUBH Studiums habe ich in Peking im Kempinski Hotel gearbeitet, Mandarin gelernt, in München in einer Hotel-Unternehmensberatung ein Praktikum absolviert, ein Jahr in Melbourne studiert, diverse Nebenjobs in Hotels und Restaurants gemacht – und all das binnen vier Jahren. Wo gibt es denn so etwas? Die Möglichkeit, mich so zu entfalten, fand ich einmalig – und das finde ich noch heute. An der IUBH ist irgendwie alles möglich – es kommt drauf an, was Du daraus machst!

Mein Promotionsthema: Die Verbindung von Landwirtschaft und Gastronomie

Wie gut ein Gericht ist, das ein Koch zubereitet, hängt maßgeblich vom Können des Bauern ab, der die Rohzutaten dafür herstellt. Diese sehr wichtige, aber leider oft übersehene Verbindung zwischen Landwirtschaft und Gastronomie hat mich nach meinem Bachelor an die Uni Hohenheim gebracht, an der ich mein Masterstudium in Organic Agriculture and Food Systems absolvierte. Ich habe dort unglaublich viel über Landwirtschaft und Nachhaltigkeit gelernt. Für meine Masterarbeit war ich in Südafrika und habe die Verbindung zwischen einer 5-Sterne-Lodge und einem agrarwirtschaftlichen Entwicklungsprojekt für arbeitslose Frauen untersucht. Das war anstrengend, aber auch sehr bereichernd. Mit dem Master stand mir der Weg zur Promotion offen, also habe ich daraufhin in Neuseeland zum Thema Nachhaltige Entwicklung promoviert und auf Fidschi meine Feldforschung gemacht. Ich habe untersucht, welche Konsequenzen das Menü eines großen Resorts für die Kleinbauern der Region hat. Sprich: Lässt sich 5-Sterne-Massentourismus in regionale Entwicklung der ländlichen Bevölkerung übersetzen? In Zeiten von Overtourism, Klimakrise und grassierender Armut in Entwicklungsländern war und ist das ein heißes Thema.

Back to the roots

Dass ich nach meiner Promotion wieder auf die IUBH aufmerksam wurde, ergab sich, weil ein Dozent aus dem Gründungsteam der Hochschule in den Ruhestand ging und seine Position frei wurde. Durch mein Studium an der IUBH hatte ich ja quasi schon ein „vierjähriges Bewerbungsgespräch“ hinter mir. Viele meiner damaligen Professoren sind heute immer noch da. Sie haben mich bei der Bewerbung sehr unterstützt und unglaublich nett ins Team aufgenommen. Es macht viel Freude und ist eine Ehre, nun neben ihnen unterrichten zu dürfen. Als meine „Alma Mater“ habe ich ein besonderes Verhältnis zur IUBH: Sie hat mich geprägt, mir viel gegeben und ich freue mich darüber, nun das gleiche für die jetzigen Studierenden möglich zu machen. Außerdem bin ich gerne im Rheinland!

Die IUBH ist wie ein Raketentest

Manche Menschen denken: „Hospitality – muss man denn studieren, um Kellner zu werden?“ Nein, muss man nicht – aber wer darüber hinaus kommen will, der muss! Es steckt aber auch so viel mehr dahinter. Es geht darum, Dienstleistung in all ihren Facetten zu begreifen und zu managen. Das ist der Kern. Meine ehemaligen Kommilitonen arbeiten mittlerweile in vielen verschiedenen Bereichen, vom Hotelkonzern bis hin zum Apple Store. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie können ihren Gästen und Kunden ein bereicherndes Erlebnis ermöglichen. Für mich ist die Ausbildung an der IUBH wie ein Raketentest: Wir Professoren füllen die Rakete unserer Studierenden mit dem besten Treibstoff – man könnte damit überall hinfliegen. Aber es liegt an einem selbst, den Kurs einzugeben und die Rakete zu zünden. Wer sich das traut und einen Plan in der Tasche hat, der sollte zu uns an die IUBH kommen.

 

Dr. Gabriel Laeis ist 37 Jahre alt und kommt gebürtig aus Köln. Nach seiner Ausbildung zum Hotelfachmann studierte er Hotelmanagement an der IUBH. 2019 kehrte Dr. Laeis als Dozent zurück an die IUBH und lehrt dort im Bereich Hospitality. Wenn er gerade keine Vorlesung hält oder in der Küche steht, baut Dr. Laeis Gemüse und Kräuter im Garten an, übt Taekwondo, spielt Schlagzeug oder geht wandern.

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