Vom IUBH Absolvent zum Firmengründer

Die Luftfahrt hat Oliver schon immer begeistert, und so waren seine Karrierewege klar vorgezeichnet. Nach seinem Abschluss an der IUBH gründete er sein eigenes Unternehmen – eine Plattform zur Buchung von Privatjets. Oliver erzählt im Interview, wie er den Nischenmarkt kennen und lieben gelernt hat.

 

Faszination Luftfahrt führt zu klaren Karriereentscheidungen

Meine Liebe zur Luftfahrt begann sehr jung: Wir wohnten ca. 20 km vom Flughafen London Heathrow entfernt und ich erinnere mich, dass ich als kleines Kind immer in den Himmel geschaut und mich gefragt habe, wie ein 100-Tonnen-Flugzeug abheben, geschweige denn so weit fliegen kann. Ich erinnere mich besonders an die unglaublich laute Concorde, die jeden Morgen gegen 10:30 Uhr über unser Haus in Richtung New York donnerte. Mein Vater kannte einen Platz in der Nähe einer der Landebahnen am Flughafen Heathrow. Dorthin ist er mit mir gefahren, damit ich die Starts und Landungen der Flugzeuge aus aller Welt beobachten konnte. Das hat mich immer wieder fasziniert.

Die Faszination ist geblieben, und ich wollte beruflich etwas machen, was mit der Luftfahrt zu tun hat. Ich kenne nicht viele Branchen, die so vielfältig, innovativ und international sind wie die Luftfahrtindustrie, deshalb waren für mich alle Karriereentscheidungen klar vorgezeichnet.

Natürlich wollte ich als Kind Pilot werden, später wurde mir klar, dass meine Faszination für die Luftfahrt über das Cockpit hinausging: mich hat der wirtschaftliche Aspekt interessiert, wie Fluggesellschaften und Flughäfen funktionieren. Das Studium Aviation Management an der IUBH war somit die perfekte Wahl: Der praxisorientierte Lernansatz des Studienprogramms war für mich optimal, und dank des umfangreichen Netzwerkes, das ich mit Hilfe der IUBH aufbauen konnte, gelangte ich dorthin, wo ich heute bin.

Vom Aufstieg im Privatjetsektor zum Firmengründer

Nachdem ich mein Studium abgeschlossen hatte, hat mir das IUBH Netzwerk sehr bei meinen ersten Berufserfahrungen geholfen – das war für mich sehr wichtig. Als ich dann eine Stelle im Bereich Sales bei einem Privatjet-Flugzeugbetreiber gefunden habe, haben sich die Weichen gestellt: Der Privatjetsektor ist eine Nische und unterscheidet sich erheblich von anderen Bereichen der Luftfahrt, in denen ich zuvor gearbeitet habe.

Ich startete als Praktikant, stieg rasch die Karriereleiter hinauf und wurde binnen knapp zwei Jahren mit der Leitung einer eigenen Abteilung betraut. Ich habe in dieser Zeit viel gelernt und mich immer wieder gefragt, was ich anders machen würde, wenn ich mein eigenes Geschäft führen würde. Zweifellos gibt es in einem großen Unternehmen immer wieder Grund zu Konfrontationen: Jede Entscheidung erfordert Besprechungen und intensive Diskussionen und es gibt viel interne Politik zu überwinden.

„Privatjet mieten, einfach gemacht“

Das Motto meiner Firma AlbaJet Charter GmbH lautet „Privatjet mieten, einfach gemacht“, und daher ist meine Plattform besonders bedienungsfreundlich: Kunden können sich mit nur wenigen Klicken einen Überblick über die zu erwartenden Preise verschaffen, damit unterscheidet sich meine Plattform von anderen. Diese sind oft sehr kompliziert und für den unerfahrenen Benutzer schwierig zu meistern. Ich habe auch einen Leitfaden zum Chartern eines Privatflugzeugs geschrieben, den man auf https://www.albajet.de/privatjet-mieten finden kann.

Die Mehrzahl der Anbieter hat außerdem gar keinen Online-Preiskalkulator und der Kunde muss auf die Preise warten – auch in dieser Hinsicht ist unsere Plattform sehr innovativ und kundenfreundlich. Die Preise, die unser Online-Kalkulator erstellt, entsprechen ziemlich genau den Endpreisen, die wir aufrufen, wenn ein Kunde buchen möchte – ich denke, das ist etwas Besonderes und ich bin stolz darauf.

An diesen Punkt zu kommen war nicht einfach. Die Start-up-Szene wird oft durch eine rosarote Brille gesehen; die Realität sieht jedoch ganz anders aus. Da meine Eltern seit über 20 Jahren ihr eigenes Geschäft führen, hatte ich das Glück, von ihnen viel Orientierungshilfe zu erhalten. Ich bin mit realistischen Erwartungen gestartet und habe gelernt, dass die Gründung eines eigenen Geschäfts ein Marathon und kein 100-Meter-Sprint ist. Anstatt nach Risikokapital- oder Angel-Investoren zu suchen, habe ich beschlossen, die Ärmel hochzukrempeln und alles zu tun, was ich selbst machen konnte – einschließlich Webentwicklung, Erstellung der Website und Aufbau der Marke durch digitales Marketing.

Die richtige Balance finden

Manchmal vermisse ich es, „nur“ 40-Stunden-Wochen zu arbeiten – aber die Belohnung, mein eigener Chef zu sein, ist einfach unglaublich. Ich habe gelernt, mich an meine selbstentwickelte Routine zu halten. Dazu gehört, dass ich mir jeden Tag etwas Zeit für Sport nehme und natürlich auch für meine Freunde und meine Familie.

Letztendlich bin ich 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr für meine Kunden und mein Team erreichbar – aber man muss auch lernen, Prioritäten zu setzen und Arbeit und Freizeit in Einklang zu bringen.

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