Hans-Böckler-Stiftung

Mission: Mehr Chancengerechtigkeit im Bildungswesen

Im Gespräch mit Prof. Dr. Mümtaz Köksal über seine Berufung zum Vertrauensdozenten der Hans-Böckler-Stiftung und warum davon auch Studierende der IUBH profitieren können.

 

Herr Köksal, Sie wurden zum Vertrauensdozenten der Hans-Böckler-Stiftung (HBS) berufen. Welche Aufgaben übernehmen Sie damit?

Prof. Dr. Mümtaz Köksal: Als Vertrauensdozent unterstütze ich die Arbeit der Stiftung hauptsächlich im Bereich Forschungsförderung sowie Studien- und Promotionsförderung – z.B. berate ich Stipendiaten in ihrer wissenschaftlichen Ausbildung genauso wie bei persönlichen Fragen oder berate die Stiftung bei der Konzeptionsentwicklung und Programmplanung. Darüber hinaus begutachten Vertrauensdozenten Anträge auf Neuaufnahme und Weiterförderung von Stipendiaten der Stiftung. Außerdem gehört es zu den Aufgaben von Vertrauensdozenten, sich an der Vorbereitung, Durchführung und Umsetzung von Forschungsprojekten zu beteiligen. Dabei werden relevante Fragen aus der Arbeitswelt in Forschung und Lehre der IUBH eingebracht. In unserem Fachgebiet Health Care Management in Bad Honnef ist das zum Beispiel die Teilnahme an einer EU-geförderten Ausschreibung mit dem Thema „Preventing Workplace Violence in Healthcare“.

Das klingt spannend. Welches Projekt verbirgt sich genau dahinter?

Köksal: Mit dem Projekt „Preventing Workplace Violence in Healthcare“ möchten wir die Gewalt gegen Mitarbeiter im Gesundheitswesen sowie die bisherigen Ergebnisse der Präventionsarbeit erforschen. Für die Umsetzung des Projekts beteiligen wir uns aktuell an einer Ausschreibung des EU-Programms Erasmus+, das Projekte in den Bereichen berufliche Bildung sowie Erwachsenen- und Hochschulbildung in Europa fördert.

Können auch Studierende der IUBH vom Angebot der Stiftung profitieren?

Köksal: Ja, selbstverständlich! Ein Ziel der HBS ist es, mit der Vergabe von Stipendien einen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit im Bildungswesen zu leisten. Dafür können sich Studierende und Studieninteressierte der IUBH gerne bewerben. Neben den formalen Fördergrundsätzen nach den Richtlinien des BAföG gibt es die spezifischen Förderkriterien der Hans-Böckler-Stiftung, die auf die Gesamtbiografie eines Kandidaten schaut. Grundsätzlich gilt: Weder Leistung noch Engagement wird ein Vorrang eingeräumt. Beide Kriterien sollten erfüllt sein und haben das gleiche Gewicht.

Sie selbst lehren im Bereich Health Care Management an der IUBH – welche thematischen Schnittstellen gibt es hier zur Arbeit der HBS?

Köksal: Unser Bereich Health Care Management hat zahlreiche thematische Schnittstellen mit den Aufgaben der Stiftung im Projekt- und Forschungsbereich. Die Themen reichen beispielsweise von der Analyse des deutschen und des europäischen Gesundheitswesens bis hin zu den Auswirkungen der Bürgerversicherung auf die Beschäftigung in der Gesetzlichen und Privaten Krankenversicherung. Ich bin überzeugt, dass hier umfangreiche kooperative Synergien zwischen unserer Hochschule und der Stiftung entstehen können. Mit der Teilnahme am ERASMUS-Forschungsprojekt hat unser Bereich bereits einen initialen Schritt in diese Richtung getan.

Wir sind gespannt, welche Bereicherungen sich noch ergeben werden, und wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihren neuen Aufgaben.

 

Prof. Dr. Mümtaz Köksal ist seit April 2016 an der IUBH Internationalen Hochschule tätig und unterrichtet dort im Bereich Health Care Management am Campus in Bad Honnef. Als Vertrauensdozent der Hans-Böckler-Stiftung berufen wurde er vom Stiftungsvorstand auf Vorschlag des Geschäftsführenden Bundesvorstands des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Die Funktion, die Köksal seit Juni 2018 bekleidet, gilt zunächst für drei Jahre.

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