Frankreich

Mein Fernstudium im Ausland: Vive la France!

Mit einem Magisterabschluss im Gepäck ging Eva-Maria nach Frankreich. Doch dort ist der Abschluss kaum bekannt. Da sie mit Vollzeitjob ein möglichst flexibles Studium mit international anerkanntem Abschluss suchte, entschied sie sich für einen MBA im IUBH Fernstudium.

 

Ich heiße Eva-Maria und lebe in einer Gemeinde nördlich von Lyon, in Frankreich. Meine Entscheidung für ein Fernstudium an der IUBH fiel im Sommer 2015. Zwar hatte ich bereits ein Magisterstudium mit BWL im Nebenfach absolviert, habe allerdings schnell gemerkt, dass BWL als Nebenfach bei vielen Arbeitgebern nicht so recht anerkannt wird. Da es mich der Liebe wegen nach Frankreich verschlagen hat, wo mit dem Wort „Magister“ niemand wirklich etwas anfangen kann, habe ich mich an der IUBH für den international anerkannten MBA entschieden und ihn inzwischen abgeschlossen.

Job, Baby – und ein Fernstudium

Neben meinem Vollzeitjob bei einem international tätigen Prüfdienstleister war das Studium abends, am Wochenende und während des Urlaubs nicht immer ganz einfach. Aber das Gefühl, jeden Tag etwas dazuzulernen und neben der Arbeit auch etwas für mich selbst zu tun, fand ich immer sehr motivierend. Die Präsenzkurse und die Prüfungen in Deutschland habe ich stets mit Familienbesuchen verbunden, und so hielten sich Aufwand und Kosten in Grenzen.

Die Flexibilität des Studiums an der IUBH habe ich besonders gegen Ende zu schätzen gelernt, da 2017 mein Leben mit der Geburt meiner kleinen Tochter noch einmal ganz und gar – und im besten Sinne des Wortes – auf den Kopf gestellt wurde. Dass ich Prüfungen online ablegen konnte, kam dabei natürlich wie gerufen. Dank der Möglichkeit, die Studienzeit problemlos zu verlängern, konnte ich auch mit Baby zu Ende studieren und mich trotzdem voll und ganz meiner Kleinen widmen.

Leben in Deutschland oder Frankreich?

Nach fünf Jahren in Frankreich kann ich mich noch immer nicht entscheiden, ob ich lieber hier oder in Deutschland leben möchte. Ich vermisse meine deutsche Wahlheimat München sehr, ebenso wie die wunderbaren deutschen Freibäder und Badeseen. Schon nach den ersten Behördengängen in Frankreich habe ich auch das vergleichsweise reibungslose und schnelle Funktionieren der deutschen Verwaltung schätzen gelernt.

Frankreich

Kathedrale Saint Jean in Lyon

Kathedrale Saint Jean in Lyon

Frankreich besticht dagegen mit der 35-Stunden-Woche, die einem entweder kürzere Arbeitstage oder einige zusätzliche Urlaubstage beschert. Auch habe ich hier eine meiner liebsten Freizeitbeschäftigungen kennen- und lieben gelernt: das szenische Fechten. Dabei handelt es sich um die Aufführung von choreographierten Fechtkämpfen vor Publikum, wie man sie aus Piraten- oder Mantel- und Degenfilmen kennt. Mein Verein ist für mich beinahe so etwas wie eine zweite Familie, und im Rahmen meines Studiums habe ich ihn und seine strategische Ausrichtung sogar zum Thema meiner Abschlussarbeit gemacht. Außerdem kann Frankreich natürlich mit seinen wunderschönen Städten und Landschaften punkten. Von Lyon aus ist man in weniger als drei Stunden wahlweise in den Alpen, am Mittelmeer oder in einer der anderen französischen Urlaubsregionen wie der Drôme, dem Luberon oder der Camargue.

Vielleicht nochmal ganz woanders hin

Was die Zukunft für mich und meine kleine Familie bringen wird, kann ich nicht sagen. Deutschland und Frankreich sind beides Länder, in denen ich gerne lebe, doch es würde mich durchaus reizen, einmal das Leben in einem ganz anderen Land zu entdecken. Festlegen wollen mein Freund und ich uns dabei nicht, denn um es mit den Worten von John Lennon zu sagen: „Life is what happens to you while you’re busy making other plans.“ Und so lassen wir uns einfach überraschen…

 

Eva-Maria ist 31 Jahre alt und gebürtige Bayerin. Bis 2018 studierte sie den Master of Business Administration (MBA) im IUBH Fernstudium. In ihrer Freizeit geht sie – wenn sie nicht gerade beim szenischen Fechten ist – gerne auf Reisen, Schwimmen, spielt Klavier oder liest.

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