Rumänien

Mein Fernstudium im Ausland: Offene Menschen und viel Flexibilität

Cornelia lebt berufsbedingt in Rumänien, ihre Einsatzorte erstrecken sich aber von Österreich über Bulgarien bis in die Republik Moldau. Ihr Fernstudium an der IUBH hat sie immer dabei.

 

Ich heiße Cornelia, bin 28 Jahre alt und seit einem halben Jahr im MBA Programm der IUBH Fernstudium. Ursprünglich komme ich aus Österreich, seit knapp sechs Jahren lebe und arbeite ich jetzt in Osteuropa, genauer gesagt in den Ländern Rumänien, Bulgarien und der Republik Moldau. Und ja, letzteres gehört tatsächlich zu Europa. Das werde ich nämlich immer wieder gefragt.

Begonnen hat die Liebe zu Osteuropa vor acht Jahren, als ich einen halbjährigen Freiwilligeneinsatz in Rumäniens Hauptstadt Bukarest bei der Sozialorganisation CONCORDIA in einem Sozialzentrum für obdachlose Menschen gemacht habe. In eben diese Organisation, die sich um sozial benachteiligte Kinder, Jugendliche, deren Familien, junge Erwachsene sowie alte verlassene Menschen kümmert, bin ich durch ein Jobangebot vor sechs Jahren wieder zurückgekehrt. Heute bin ich dort in den Bereichen Freiwilligenmanagement, Qualitätsmanagement und unserer organisationsinternen Academia für die Fort- und Weiterbildungen im Sozialbereich tätig.

Rumänien

Mit den Freiwilligen und Klientinnen

Mit den Freiwilligen und Klientinnen

Flexibilität gesucht – Fernstudium gefunden

Da unsere Organisation in fünf Ländern – Bulgarien, Deutschland, Österreich, der Republik Moldau und Rumänien – arbeitet, bin ich durch meine Arbeit viel unterwegs und daher auf große Flexibilität im Studium angewiesen. Das war auch der Grund, warum ich mich für ein Studium an der IUBH entschlossen habe. Die Flexibilität und Selbstbestimmung im Studienrhythmus ist an der IUBH, auch im Vergleich zu meinem zuvor abgeschlossenen Fernstudium im Bereich Gesundheits- und Sozialmanagement, um einiges höher. Nach meinem Abi habe ich zwei Jahre in Österreich auf Lehramt studiert. Ich möchte die Erfahrung des Präsenzstudiums nicht missen, könnte mir heute aber nicht mehr vorstellen, ein Vollzeitstudium zu beginnen und auf die Arbeit zu verzichten. Was ich am allermeisten an dem Studienmodell des berufsbegleitenden Fernstudiums schätze, ist der Praxisbezug – die Verbindung von Theorie und Praxis. Außerdem habe ich mit dem Master of Business Administration genau die Lerninhalte gefunden, die ich gesucht habe: Mir ist es wichtig, auch wirtschaftliche Kenntnisse in den Sozialbereich einzubringen. Das war ein Feld, das mir bisher noch gefehlt hat. Nun bekomme ich Schritt für Schritt auch hier Einblicke und versuche, Dinge zu verknüpfen.

Rumänien

Erarbeitung der Strategie der organisationseigenen Academia

Erarbeitung der Strategie der organisationseigenen Academia

Lernen im Wartezimmer

Berufsbedingt verbringe ich die meiste Studienzeit reisend: im Bus, Zug, Flugzeug oder Auto, an Flughäfen, Bahnhöfen oder auch in Wartezimmern bei Behörden. Wann auch immer ich gerade zehn Minuten Zeit habe – ich habe für den „Notfall“ immer ein Skript zur Hand. Was sich dadurch in meinem Leben verändert hat: Ich habe so gut wie überhaupt keine Wartezeiten mehr. Zudem hat die Arbeit im Sozialbereich sehr flexible Einsatz- und Arbeitszeiten und bringt oft unvorhergesehene Ereignisse mit sich. Daher versuche ich, mein Tagespensum an Studienzeit vor der Arbeit zu erledigen. Da kommt es mir sehr entgegen, dass ich seit jeher Frühaufsteherin bin.

Original und unzensiert: Das ist Rumänien

Am meisten mag ich an meinem derzeitigen Wohnort in Bukarest und meinen übrigen Einsatzländern die Menschen: ihre Offenheit, Herzlichkeit, Bodenständigkeit. Und ich mag die Einfachheit meines Lebens. Der größte kulturelle Unterschied zwischen Österreich und Rumänien liegt meiner Meinung nach in der Art und Weise, wie Menschen aufeinander zugehen. Alles ist ganz original, unzensiert. Wenn es jemandem nicht gut geht, dann sagt er das direkt. Wenn jemanden etwas stört, ebenfalls. Außerdem spielen Emotionen eine große Rolle, alles wird sehr viel intensiver erlebt und gelebt. Ich musste mich anfangs an diese Direktheit gewöhnen. Mittlerweile weiß ich sie sehr zu schätzen. Es macht das Miteinander viel leichter.

Ich habe mich schlicht und einfach in Land, Leute und meine Arbeit verliebt und kann mir Osteuropa daher auch langfristig als Heimat vorstellen. Ehrlich gesagt, kann ich mir viele Länder als langfristige Heimat vorstellen. Zuvor habe ich eineinhalb Jahre in Schweden gelebt und würde auch nicht ausschließen, dorthin noch einmal für einen längeren Zeitraum zurückzukehren. Außerdem kommt das Reisen sehr meinem größten Hobby entgegen: Fremdsprachen. Momentan lerne ich mit Bulgarisch gerade meine siebte Fremdsprache. Eigentlich gibt es nur zwei Dinge, die ich aus Österreich so richtig vermisse: meine Familie und Freunde sowie trinkbares Leitungswasser. Und dennoch: Ich fühle mich dort zuhause, wo ich gerade bin. Und mein Studium habe ich ja auch immer mit dabei.

 

Cornelia ist 28 Jahre alt und ist gebürtige Österreicherin. Seit Anfang 2018 studiert sie den Master of Business Administration an der IUBH Fernstudium. In ihrer Freizeit ist sie viel auf Reisen, macht gerne Musik, liest und liebt es, neue Fremdsprachen zu lernen.

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