Italien

Mein Fernstudium im Ausland: Auf und davon – ein Leben rund um den Globus

Olga ist eine regelrechte „Serienauswanderin“: Als Kind kam sie mit ihrer Familie aus Kasachstan nach Deutschland, heute lebt sie mit ihrem Mann in Italien und plant schon eine weitere Auswanderung. Da ist ein international anerkannter Abschluss wichtig.

 

ItalienIch heiße Olga, bin 28 Jahre alt und wohne in Riccione. Riccione ist eine kleine Stadt mit 35.500 Einwohnern an der italienischen Riviera und gehört zur Provinz Rimini. Ich bin aus Liebe ausgewandert: Nach fünf Jahren Fernbeziehung entschieden mein jetziger Mann, ein Römer, und ich, dass wir heiraten und ich zu ihm nach Italien ziehe.

Mit Studium in ein neues Leben

Mit sechs Jahren kam ich mit meiner Familie aus Kasachstan nach Deutschland. Dort habe ich nach meinem Fachabitur eine Ausbildung zur pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten abgeschlossen. Die Arbeit in der Apotheke hat mich aber nicht glücklich gemacht, und ich habe immer wieder nach Weiterbildungsmöglichkeiten gesucht, ohne wirklich zu wissen, welchen Weg ich einschlagen möchte. Nach einem Jobwechsel im April 2015 habe ich dann im Oktober desselben Jahres angefangen, an der IUBH zu studieren: Mich haben die Studiengänge, Inhalte und Konditionen im Fernstudium einfach überzeugt. Der Plan auszuwandern stand zu diesem Zeitpunkt bereits, und mir war bewusst, dass ich für mein Leben in Italien einen international anerkannten Studienabschluss brauche. Meine Wahl fiel auf Personalmanagement – die Inhalte sind spannend und die Karrierechancen gut.

ItalienVon der Prokrastination geheilt

Die große Flexibilität des Fernstudiums bringt allerdings Vor- und Nachteile mit sich. Ein offensichtlicher Vorteil ist natürlich die freie Zeiteinteilung: Ich konnte Vollzeit arbeiten, meine Auswanderung und eine Hochzeit im Ausland planen sowie eine neue Sprache lernen – und das neben dem Studium. Außerdem lässt sich das Fernstudium perfekt in meinen Alltag mit Italienisch lernen, arbeiten und ein bisschen Haushalt integrieren. Der Nachteil ist, dass man sich selbst jeden Tag aufs Neue motivieren und Wissen aneignen muss, und dazu gehört viel Selbstdisziplin. Für Menschen wie mich, die unter chronischer Prokrastination leiden, kann der Nachteil aber auch zum Vorteil werden: Meine Arbeitsmoral und meine Arbeitsethik haben sich komplett geändert und ich bin in dieser Hinsicht „geheilt“! Mittlerweile spreche ich neben Englisch, Russisch und Deutsch fast perfekt Italienisch. Jetzt kann ich im Studium voll durchstarten!

Italien – la dolce vita?

Einen Kulturschock habe ich nicht erlitten. Die Mentalität in Nord- und Mittelitalien ähnelt sehr der deutschen – außer dass Verkehrsregeln hier eher Richtwerte sind. 😉 Nach anderthalb Jahren kann ich sagen, dass ich meine neue Heimat wirklich liebe, auch wenn es sehr schwer ist, hier Fuß zu fassen. Daher vermisse ich aus Deutschland auch nur meine Familie und Freunde. Und Italien ist tatsächlich keine endgültige Entscheidung für meinen Mann und mich: Wenn ich mein Studium beendet habe, werden wir versuchen, nach Kanada auszuwandern.

 

Olga ist 28 Jahre alt und studiert an der IUBH Fernstudium Personalmanagement. In ihrer Freizeit tanzt sie Ballett, spielt Tennis oder liest.

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2 Kommentare

  • Vielen Dank für den tollen Beitrag. Aktuell mache ich ein Fernstudium, diese Woche ist das Thema Pflichtenhefte. Leider sind die Bücher die ich habe sehr trocken, da helfen mir Blogs wie dieser schon eher weiter. Vielen Dank und beste Grüße

  • … sehr hilfreich, danke 8-).

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