Marktforschung

Marktforschung standortübergreifend: Fast 80 Studierende, über 800 Befragungen

Die Professorinnen Dr. Gabriele Schuster, Dr. Cansu Oral und Dr. Julia Hilgers-Sekowsky haben sich für ihre Drittsemester im Studiengang Marketing Management etwas Besonderes einfallen lassen: ein campusübergreifendes Forschungsprojekt im Modul Marktforschung und Marktanalyse zum Lese- und Schreibverhalten verschiedener Generationen. Das eröffnete den Studierenden die Möglichkeit, mit Kommilitonen aus anderen Standorten Hand in Hand zu arbeiten. Wie das funktionierte, erzählt Student und Projektteilnehmer Christian Münkel.

 

Wie kann das Modul Marktforschung und Marktanalyse praxisnah und lebendig vermittelt werden? Mit dieser Frage unserer Professorinnen fing alles an. Wir Studierenden sollten die Chance bekommen, qualitativ und quantitativ zu forschen – und das anhand eines echten Projekts in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen aus der Wirtschaft.

Passend, dass auch die Hamburger Self-Publishing-Plattform „BoD – Books on Demand“ sich eine Frage stellte: Wie sieht das Lese- und Schreibverhalten verschiedener Generationen aus? Um das herauszufinden, konnte sich das Unternehmen eine Kooperation mit unserer Hochschule gut vorstellen. Und schon konnte es losgehen!

Das Projekt versprach so groß zu werden, dass unsere Professorin Dr. Gabriele Schuster und ihre Kolleginnen aus Berlin und Düsseldorf beschlossen, es standortübergreifend aufzusetzen. Die Koordination erfolgte von Hamburg aus und jeder Standort bearbeitete seine eigenen Schwerpunkte.

Erst die Theorie, dann die Praxis

Gestartet sind wir ganz regulär mit einer Vorlesung, denn die theoretischen Grundlagen sollten sitzen, bevor es in die Praxis gehen konnte. Unseren tatsächlichen Forschungsauftrag bekamen wir dann von einem Vertreter von BoD an unserem Campus in Hamburg. Die Teilnehmer vom Campus Düsseldorf wurden per Livestream dem Vortrag zugeschaltet.

Um die Arbeitsweise des Unternehmens besser zu verstehen, durften wir im Vorfeld auch die Druckerei von BoD besuchen. Besonders beindruckend waren für mich die Fertigungsmaschinen, aus denen Bücher in allen Farben und Größen kamen, ohne dass ein einziges Mal umgerüstet wurde.

Der Startschuss

Der Besuch bei BoD war dann auch der Startschuss für unser Projekt: In Berlin und Hamburg arbeiteten wir daran, eine Grundlage für unseren Fragebogen zu schaffen. Dazu führten mehrere Fokusgruppen Gespräche mit Vertretern der sogenannten Generationen Y, X und Z, werteten die Ergebnisse aus und leiteten sie an die Kommilitonen in Düsseldorf weiter. Dort wurde im nächsten Schritt der Fragebogen ausgearbeitet; die Standorte Hamburg und Berlin haben ihn dann digitalisiert.

In den darauffolgenden zehn Tagen war unser Ziel, möglichst viele Befragungen durchzuführen. In erster Linie persönlich, unterstützt durch einen onlinebasierten Fragebogen, aber auch online und telefonisch, haben wir so in ganz Deutschland über 800 Antworten gesammelt. Unterstützung bekamen wir auch bundesweit durch Professoren und Dozenten, die den Link zum Fragebogen an ihre Studierenden weitergeleitet haben.

Der Standort Berlin bereinigte anschließend die Daten, sodass am Ende genau 767 Datensätze übrigblieben, die anschließend ausgewertet und von den Studierenden an den Standorten Düsseldorf und Hamburg interpretiert wurden. Aber damit waren wir noch nicht fertig – die Ergebnisse mussten auch noch aufbereitet und präsentationsfähig gemacht werden.

Ältere bevorzugen E-Books, Jüngere Papier

BoD kam zur Präsentation der Ergebnisse und der Handlungsempfehlungen noch einmal zu uns an die Hochschule. Ein überraschendes Ergebnis unserer Forschung: E-Books sind eher bei der älteren Generation beliebt, die jüngere Generation greift stattdessen gerne zu Büchern im Papierformat. Sollte sich hier ein Trend abzeichnen?

BoD war von unserer Arbeit auf jeden Fall begeistert: Die Projektergebnisse bestätigten ihre Marktbeobachtungen und Erfahrungen, unsere Handlungsempfehlungen wurden sehr positiv aufgenommen.

 

Christian ist 21 Jahre alt und studiert an der IUBH Marketing Management seit 2016. In seiner Freizeit liest er gerne Bücher und trifft seine Freunde, so oft es geht. Von Paintball bis zu Gesellschaftsspielen darf alles dabei sein.

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