Marketing-Trends 2020: Acht Experten zu Gast an der IUBH

Marketing-Trends 2020 – Acht Experten im Gespräch

Die Marketingbranche verändert sich schneller denn je. Unternehmen versuchen, neue Ideen für ihr Marketing zu entwickeln und Trends frühzeitig zu erkennen und zu nutzen. Acht Experten für Marketing waren beim 1. IUBH Marketing-Forum in Berlin zu Gast. Wir haben sie gefragt, welche Marketing-Trends 2020 ihrer Meinung nach an Bedeutung gewinnen werden.

 

Benjamin Eder, Head of Digital bei AccorHotels Deutschland

Ich denke, dass man Marketing nicht mehr alleinstehend betrachten kann, sondern immer mehr Felder zusammenwachsen: Guest Experience, Bewertungen, Social Media, Marketing… Das ist so eine Art „Megatrend“ für 2020. Teamarbeit ist unerlässlich, keiner sollte mehr in seinem Silo arbeiten, sondern sein Feld öffnen und themenbasiert arbeiten.

 

 

Marc Haberland, Programmgeschäftsführer im RTL Radiocenter Berlin

Influencer-Marketing ist auf jeden Fall ein Riesentrend – das erlebe ich jedenfalls so im Bertelsmann-Konzern, zu dem wir gehören. Dort ist mit „Divimove“ eine der größten Influencer-Agenturen mit im Haus. Sie vermarkten in mehreren Ländern tausende Mikro- und Makroinfluencer und wissen gar nicht, wohin mit all dem Wachstum. Aber ich denke auch, dass Out-of-Home-Werbung nach wie vor immer neue Möglichkeiten bietet, gerade mit digitalen Flächen. Und perspektivisch der große Trend für alles ist Programmatic Advertising.

 

Philipp Gohlke, CEO & Founder von Websitebutler

Die Webseite steht im Vordergrund, gerade bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen. Und die meisten Unternehmen in Deutschland sind KMU. 50% davon haben immer noch keine Webseite. Die anderen 50% haben eine sehr ausbaufähige Webseite. Das heißt: Für 2020 wird hier eine Erneuerungswelle kommen, und für uns ist das Wichtigste, das auch zu ermöglichen.

 

 

Jana Plischke, Personalleiterin Ostdeutschland bei der Enterprise Autovermietung

Im Bereich Personalmarketing werden sich sowohl im Bewerberfeld als auch im Unternehmensfeld einige Veränderungen ergeben. Und die Unternehmen werden darauf reagieren müssen, tun es zum Teil auch schon. Wir werden sehen, wie sich Unternehmen noch mehr auf das Bewerbermarketing und das Employer Branding einstellen. Denn es wird noch wichtiger werden, eine Unternehmermarke zu entwickeln, um die richtigen und gute Bewerber zu finden.

 

Klaus Wick, Geschäftsführer der BAES Deutschland

Ich glaube, es ist ganz, ganz schwierig zu sagen, was 2020 passieren wird. Ich kann auch nur für das Sportmarketing sprechen. Wir haben ein sehr spannendes Jahr hinter uns. In diesem Jahr haben wir Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen extrem vermarktet. Ich bin schon gespannt, was es nächstes Jahr gibt.

 

 

Jörg Simon, Senior Vice President Marketing & Sales bei STRATO

Die Marketing-Trends für 2020? Das ist für mich die falsche Frage. Wenn mich Leute in meinem Team fragen, was der nächste Channel oder der nächste Hype ist, auf den sie setzen sollen, dann sage ich: Das Fundament muss sein, dass man sein Einmaleins beherrscht. Und nur wenn das läuft, dann kann man schauen, was man zusätzlich dazu machen kann. Aber wenn den nächsten Hype suchen bedeutet, dass man das kleine Einmaleins vernachlässigt, dann ist es falsch, sich das zu fragen.

 

Kim Schäfer, Director Marketing & Sales von Tropical Islands

Ich gehe davon aus, dass TV immer unbedeutender wird. Aber uns fehlt der spannende Ersatz dazu. Inwieweit können wir die Reichweiten eines Massenmediums von TV auf digital überlagern? Das wird 2020 die Trend-Diskussion werden. Was der Trend an sich sein wird – fragt mich in einem Jahr.

 

 

Fabian Hase, Head of Projects bei Fastlane Marketing

Ich bin relativ viel an Universitäten unterwegs, und da stelle ich Fragen: Wer benutzt mehr Instagram, wer benutzt mehr Facebook? Facebook ist bei der jüngeren Generation im Aussterben, Instagram ganz stark im Kommen. Snapchat war sehr kurzlebig und ist schon wieder auf dem absteigenden Ast. Twitter wird in Deutschland gar nicht benutzt, Chatbots setzen sich auch nicht durch. Aber Podcasts sind so ein Medium, das konstant am Wachsen ist, weil ganz viele Leute, in Berlin, in München, in Hamburg, längere Wege haben, die sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Auto zurücklegen. Da müssen sie die Zeit überbrücken, und dementsprechend möchten sie dann Inhalte zu spannenden Themen konsumieren. Da kommen die Podcasts ins Spiel. Und gerade über diese Medien macht es dann bei einer relativ guten Reichweite und einer Zielgruppe, die zum eigenen Produkt passt, logischerweise auch Sinn, Werbung zu schalten.

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