Xing und LinkedIn

Können Xing und LinkedIn die Karriere unterstützen?

Die richtige Antwort ist: Ja! Mehr als 50% der Jobs werden mittlerweile über das eigene Netzwerk anstatt klassisch über eine Bewerbung vergeben. Die Suche von Unternehmen und Personalern in Eigeninitiative nach passenden Bewerbern – Active Sourcing genannt – wird immer bedeutender. Starke Netzwerke und gute Netzwerker werden also dringend gebraucht!

Aber der Reihe nach. Was ist Xing oder LinkedIn überhaupt? Wie nutzt und wofür braucht man diese professionellen Netzwerke? In den Veranstaltungen mit unseren Erstsemestern auf dem Campus fragen wir immer, wer auf Facebook aktiv ist. Das sind in der Regel schon die meisten, wenn wir aber nach Xing oder LinkedIn fragen, sehen wir häufig Fragezeichen in den Gesichtern.

Xing und LinkedIn: Das berufliche Facebook

Beide Plattformen dienen der beruflichen Vernetzung – ähnlich wie Facebook im Privaten. Sie unterscheiden sich vor allem in der Zielgruppe: Xing ist eher national, wird also im deutschsprachigen Raum genutzt, LinkedIn international. Aber egal wo – ein aussagekräftiges, aktuelles und gut befülltes Profil sowie ein professionelles Foto gehören auf jeden Fall dazu. Auch die Kompetenzen und Kenntnisse sollten gut gepflegt und aktuell sein. Denn Unternehmen nutzen diese Begriffe als Schlüsselwörter bei der Suche nach potenziellen Bewerbern. Dazu kommt noch eine Art Lebenslauf, also wann wo was gemacht wurde, die Hochschule, der derzeitige Nebenjob, Arbeitserfahrung usw. Keinesfalls sollte man vergessen, eine aktuelle E-Mail-Adresse zu hinterlegen und den Account auch regelmäßig zu prüfen, um für die Recruiter erreichbar zu sein.

Visitenkarten können verloren gehen – ein Kontakt auf LinkedIn oder Xing bleibt

Im Sinne des Netzwerkgedankens geht es bei Xing und LinkedIn natürlich nicht nur darum, sich für Recruiter sichtbar zu machen. Auch mit Personen, die man beispielsweise bei einem Gastvortrag, auf einer Netzwerkveranstaltung oder einer Messe kennengelernt hat, kann man sich hier gut vernetzen. Denn ausgetauschte Visitenkarten können verloren gehen, aber Onlinekontakte bleiben und können Gold wert sein, wenn man sie mal braucht. Ganz wichtig: Nicht einfach Kontaktanfragen stellen, sondern immer eine kurze, professionelle und vor allem relevante Nachricht schicken, z.B. „Wir haben uns gestern bei Ihrem Gastvortrag an der IUBH kennen gelernt und hinterher kurz gesprochen. Ich freue mich, wenn wir uns hier vernetzen. Vielen Dank und freundliche Grüße…“.

Wer netzwerkt, ist immer up-to-date

Last but not least noch ein wichtiger Tipp: Wer als Netzwerker agiert, also auch mal andere verknüpft und unterstützt, für den kommt das irgendwann immer zurück! Nicht unbedingt sofort, aber aktives Netzwerken zahlt sich aus. Man ist up-to-date darüber, wer derzeit wo arbeitet, welche Position innehat, und kann Karrierewege nachvollziehen. Außerdem kann man sich über offene Stellen informieren, denn Xing und LinkedIn haben Jobplattformen integriert. Es lohnt sich also, Zeit zu investieren! Beide Portale sind in der Basisversion kostenfrei. Als zahlender Nutzer hat man natürlich Vorteile – zum Beispiel kann man sehen, wer sich das eigene Profil angesehen hat. Aber viele Features, wie beispielsweise der „Geburtstagserinnerer“, sind kostenfrei und völlig ausreichend für Studierende.

Und ja, natürlich können die Netzwerke auch zur Vernetzung mit Professoren, Kommilitonen und beispielsweise dem Career Office genutzt werden. Wir haben in der Regel viele interessante Alumni und Personaler in unserem Kontaktverzeichnis. In diesem Sinne – ich freue mich auf Kontaktanfragen!

Susanne Dusel ist seit neun Jahren für das Career Office der IUBH in Bad Honnef verantwortlich. Dort können sich Studierende während des Studiums sowie bei der Vorbereitung des Berufseinstiegs beraten, coachen und betreuen lassen. Das vierköpfige Team netzwerkt, um gute Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern zu pflegen, optimiert Bewerbungsunterlagen, organisiert Karriere-Events und vieles mehr. https://www.linkedin.com/in/susanne-dusel

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