Nachteilsausgleich

Fernstudium an der IUBH? Check.

Hat man besondere Anforderungen an sein Studium und wünscht sich möglichst wenige Präsenzveranstaltungen, ist es gar nicht so einfach, die passende Hochschule zu finden. Christian aus dem oberösterreichischen Innviertel entschied sich für das Fernstudium der IUBH und hat es nicht bereut.

 

Christian interessierte sich bereits zu Schulzeiten für Softwareentwicklung und wollte daher im Bereich Informatik studieren. Mit dem Asperger-Syndrom bedeutet es für ihn allerdings großen Stress, viele unbekannte Menschen um sich zu haben. Die Entscheidung für ein Fernstudium war daher naheliegend – am besten ganz ohne Präsenzzeiten, um sowohl Zeit als auch Nerven zu sparen. Wegen seiner Legasthenie braucht Christian außerdem als Nachteilsausgleich eine Schreibzeitverlängerung. Mit diesen und weiteren Punkten auf seiner Checkliste machte er sich auf die Suche nach einer geeigneten Hochschule.

Gesetzliche Verpflichtung zum Nachteilsausgleich

Den Punkt Nachteilsausgleich konnte Christian schnell abhaken. Denn tatsächlich ist jede Hochschule gesetzlich verpflichtet, einen Nachteilsausgleich zu gewähren, um die Gleichberechtigung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung zu gewährleisten. Verankert ist das zum Beispiel im Grundgesetz (GG), Artikel 3 und 20, außerdem in Artikel 24 der UN Behindertenkonvention und im Hochschulrahmengesetz. Ziel ist es, besonders in Prüfungen sicherzustellen, dass Studierende mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung die gleichen Chancen haben wie ihre Kommilitonen. Es sollen ganz individuell die Benachteiligungen im Studium kompensiert werden, die sich aus der jeweiligen Beeinträchtigung ergeben.

Die IUBH erfüllte alle Anforderungen

Mit anderen Punkten auf seiner Liste hatte Christian es nicht ganz so einfach. In seinem Heimatland Österreich fand er keine Hochschule, die seinen Vorstellungen entsprach. Die meisten hatten viele Präsenzveranstaltungen oder waren sehr weit von seinem Heimatort entfernt. „Daraufhin habe ich meine Suche auf Deutschland ausgeweitet und fand sehr schnell die IUBH, welche – zu meiner Freude – alle Anforderungen meiner Checkliste erfüllte“, erzählt der 21-Jährige. Er beschloss, den Tag der offenen Tür an der IUBH in Bad Reichenhall zu nutzen, um sich vor Ort einen Eindruck zu verschaffen. „Dort stand schnell fest, dass ich die richtige Hochschule für mich gefunden hatte.“

Der darauffolgende Studienstart war schnell und unkompliziert: Seinem Antrag auf Nachteilausgleich wegen seiner Legasthenie und der damit verbundenen Schreibzeitverlängerung wurde umgehend stattgegeben – und bereits nach kurzer Zeit konnte er mit seinem Wirtschaftsinformatikstudium beginnen.

Nachteilsausgleich „in aller Regel kein Problem“

„Wenn der Antrag auf Nachteilsausgleich vor der Prüfung beim Prüfungsausschuss gestellt wird und der Nachweis über die längerfristige Beeinträchtigung des Studierenden eingereicht wird, ist das in aller Regel kein Problem“, erklärt Dominik Zellner, Leiter des Prüfungsamtes der IUBH Internationale Hochschule. Der Prüfungsausschuss prüft den Antrag. Besteht ein Anspruch, wird er bewilligt. Möglichkeiten für einen Nachteilsausgleich ist außer einer Schreibzeitverlängerung die Zulassung oder Zurverfügungstellung von notwendigen Hilfsmitteln, wie beispielsweise einer Punktschriftmaschine für Sehbehinderte, oder das Ablegen der Prüfung in einem separaten Raum. Letzteres ist an der IUBH jedoch gar nicht zwingend nötig. „Die Online-Klausuren machen unser Fernstudienangebot noch flexibler und ermöglichen es auch Studierenden mit Beeinträchtigung, Prüfungen in ihrer gewohnten Umgebung und barrierefrei von zu Hause aus abzulegen“, so Zellner weiter.

Online-Klausuren als großer Pluspunkt

Das ist auch ein großer Pluspunkt für Christian, denn Ruhe und eine vertraute Umgebung sind für ihn unerlässlich, um sich entsprechend auf eine Klausur konzentrieren zu können. Da ist es ein enormer Vorteil, dass er die Prüfungen zu jeder Tages- und Nachtzeit in seinen eigenen vier Wänden ablegen kann. Aber auch sonst ist er bislang vom Fernstudium an der IUBH sehr begeistert. „Zum Lernen nutze ich meist die Studienskripte. Aber auch die aufgezeichneten Online-Tutorien sind für mich hilfreich, da ich so in meinem Tempo lernen und gleichzeitig von den Tipps des Tutors profitieren kann. Ich kann meine Zeit komplett selbst einteilen und lernen, wo ich möchte, da ich alle meine Skripte auch auf dem Handy immer dabeihabe.“

Masterstudium? Vielleicht

Und wie soll es bei ihm weitergehen? „Da es mir durch meine Legasthenie schwerfällt längere Texte zu schreiben, stehe ich einem Masterstudium etwas skeptisch gegenüber. Ich werde erstmal die Bachelorarbeit abwarten und danach entscheiden, ob ich weiter studiere“, erklärt Christian. Letzten Endes möchte er eine Arbeit finden, die ihm Spaß macht. Gerne im IT-Bereich und in der Nähe seines Wohnortes.

 

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