Francisco Tigre Moura

„Dass die Deutschen kalt und verschlossen sind, halte ich für ein großes Missverständnis“

Im Gespräch mit Professor Francisco Tigre Moura, Studiengangsleiter International Marketing Management (B.A.), über seine Entscheidung an die IUBH zu gehen und Vorurteile gegenüber Deutschen

 

IUBH: Warum haben Sie sich für die IUBH entschieden?

Francisco Tigre Moura: Ich habe den Campus in Bad Honnef besucht und fühlte mich gleich wohl. Gleichzeitig war ich beeindruckt von der Möglichkeit, in einer wirklich internationalen Umgebung zu unterrichten und Teil einer Fachhochschule zu sein, die sehr stark auf dem europäischen Markt auftritt. Bisher habe ich sowohl beruflich als auch persönlich von meiner Erfahrung an der IUBH sehr profitiert und freue mich auf die kommenden Jahre.

IUBH: Wie würden Sie die Atmosphäre an der IUBH beschreiben?

Tigre Moura: International. Ich habe den Überblick über die Vielzahl der Länder, aus denen meine Studierenden der letzten fünf Jahre gekommen sind, verloren. Beeindruckend finde ich außerdem die Auslandspraktika: Die Studierenden bringen diese interkulturelle Erfahrung nach ihrer Rückkehr mit in den Unterricht, so dass alle davon profitieren: in der Lehre und auf dem Campus.

IUBH: Was ist Ihr Lieblingsplatz?

Tigre Moura: Mein Lieblingsplatz ist mein eigenes Büro. Dort habe ich produktive Meetings mit Studierenden und erledige meine Arbeit. Es ist ein sehr gemütliches Plätzchen für mich.

IUBH: Welche Vorurteile gegenüber Deutschen haben sich bestätigt?

Tigre Moura: Das Bild des professionellen und engagiert arbeitenden Deutschen ist sicherlich wahr. Dies bezieht sich auch auf das Engagement gegenüber der Gemeinschaft und der Umwelt. Das ist etwas, was ich inzwischen sehr zu schätzen und respektieren gelernt habe. Dass die Deutschen kalt und verschlossen sind, halte ich dagegen für ein großes Missverständnis. Ich habe großartige deutsche Freunde und ich habe etwas gelernt: Wenn jemand dein Freund wird, dann ist die Freundschaft ehrlich und man kann immer auf den anderen zählen. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu anderen Kulturen, wo es häufig oberflächliche Freundschaften gibt.

IUBH: Wenn Sie an Ihre Heimat denken – was vermissen Sie am meisten?

Tigre Moura: Sicherlich meine Familie, Freunde, die Sonne und das Essen. Die brasilianische Küche ist einfach unglaublich und es hat etwas sehr Besonderes, wenn man direkt am Ozean ein gutes Essen genießt. Brasilien ist ein unglaubliches Land und jeder sollte es besuchen!

 

Prof. Dr. Francisco Tigre Moura stammt aus Recife, Brasilien. Er ist Absolvent der Universidade Federal de Pernambuco in Brasilien und hat einen Bachelor in Tourismuswirtschaft sowie einen Master in BWL. 2012 promovierte er mit Auszeichnung im Fachbereich Marketing an der University of Otago, Neuseeland. Seit 2013 arbeitet er an der IUBH als Studiengangsleiter International Marketing Management (B.A.). Einiger seiner Forschungsprojekte finden sich unter MusicStats.org.

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