Entwicklungshelferin

Auf Albert Schweitzers Spuren

Schon als Kind wusste Anett, dass sie im Gesundheitsbereich arbeiten und ins Ausland möchte. Inzwischen ist sie Pflegebereichsleitung an einem Münchner Krankenhaus und Entwicklungshelferin im Jemen. Mit dem Bachelor Gesundheitsmanagement an der IUBH Fernstudium stellt sie ihre Arbeit jetzt auch auf ein akademisches Fundament.

 

Mit 10 Jahren habe ich Albert Schweitzers Buch „Briefe aus Lambaréné“ gelesen – seine Berichte vom Aufbau eines Krankenhauses in Zentralafrika, von Krankheiten, kulturellen Unterschieden und Herausforderungen haben mich nachhaltig beeindruckt. Mir wurde klar, dass ich beruflich unbedingt in der Kinderkrankenpflege und Entwicklungshilfe arbeiten möchte. Als gebürtige DDR-Bürgerin war meine Reisefreiheit damals stark eingeschränkt und eine berufliche Zukunft im Gesundheitswesen im Ausland nur als Entwicklungshelferin möglich. Da die Voraussetzung dafür eine pflegerische Ausbildung war, begann ich in meiner Heimatstadt Leipzig die Ausbildung zur Kinderkrankenschwester.

„Das Land und seine Lebensweise prägen mich bis heute“

Mit der Wiedervereinigung 1990 eröffneten sich dann ganz andere Möglichkeiten. Ich zog direkt nach meiner Ausbildung nach München und startete mit 20 Jahren meine berufliche Laufbahn als Kinderkrankenschwester am Haunerschen Kinderspital der Universität München. Anschließend ging ich als Entwicklungshelferin im Gesundheitswesen in den Jemen. Mittlerweile habe ich dort über fünf Jahre als Entwicklungshelferin verbracht. Ich habe Managementaufgaben übernommen, beim Aufbau eines Qualitätsmanagements mitgewirkt und Kinderkrankenschwestern mit ausgebildet. Das Land und seine Lebensweise prägen mich bis heute und wirken sich positiv und nachhaltig auf meine jetzige Arbeit als Pflegebereichsleitung in der Kinderklinik aus. Ich habe gelernt zu improvisieren, offen gegenüber Neuem und dankbar für den hohen Lebensstandard in Deutschland zu sein, aber auch Arabisch zu sprechen. Gerade Letzteres kommt mir oft zugute, wenn ich für arabischsprachige Kinder und deren Angehörige – zumeist Flüchtlinge ohne Dolmetscher – übersetzen kann.

Flexibilität und akademisches Wissen wichtig für die Karriere

Nach meiner Rückkehr aus dem Jemen war mir klar, dass ich mich beruflich auf den Bereich Pflegemanagement konzentrieren möchte. Ich bildete mich weiter zur Pflegedienstleitung. Mittlerweile war ich bereits an verschiedenen Kinderkliniken in München in dieser Position tätig. Eine große Herausforderung ist dabei die erfolgreiche Mitarbeiterführung – derzeit sind es etwa 320 Mitarbeiter. Die Aufgabe macht mir aber auch großen Spaß, da ich gerne mit Menschen arbeite.

EntwicklungshelferinEine weitere Herausforderung ist die zunehmende Bedeutung wirtschaftlicher Aspekte in der Pflege. Um in der Diskussion mit Vorstand, Ärzten, Kollegen etc. auf Augenhöhe zu bleiben, brauche ich daher Hintergrundwissen auf akademischem Niveau. Als Pflegebereichsleitung habe ich zudem Vorbildfunktion in Bezug auf die notwendige Akademisierung der Pflege, was einen akademischen Abschluss für mich unabdingbar macht. Das Fernstudium der IUBH ist für mich genau die richtige Wahl: Abgestimmt auf meine privaten und persönlichen Lebensumstände bietet mir die IUBH höchste Flexibilität im Studium, gepaart mit aktuellem Fachwissen. In einer Branche, die sich so stetig verändert wie der Gesundheitsmarkt, ist das sehr wertvoll.

Die Mühe lohnt sich

Es ist natürlich schwierig, neben Beruf und Familie das Lernpensum durchzuhalten, doch das Ergebnis entschädigt mich dafür: Heute verstehe ich bei Budgetverhandlungen und Kennzahlen deutlich mehr als vor meinem Studium, schon dafür hat es sich gelohnt. Für die Zukunft wünsche ich mir nicht nur den Bachelor an der IUBH abzuschließen, sondern mich mit einem anschließenden Master beruflich und persönlich so weiterbilden zu können, dass ich weitere Auslandstätigkeiten professionell übernehmen kann.

 

Anett ist 44 Jahre alt und gebürtige Leipzigerin. Seit 2015 studiert sie den Bachelor Gesundheitsmanagement (B.A.) an der IUBH Fernstudium. In ihrer Freizeit liest sie gerne, hört Musik oder geht schwimmen.

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