Flughafen Zürich

Agiler, freier, schneller – von der Polizei ins Projektmanagement

Julia arbeitete als Oberkommissarin bei der Kriminalpolizei. Mit einem Master of Business Administration (MBA) von der IUBH wechselte sie in die Privatwirtschaft und ist inzwischen Project Leader bei der Flughafen Zürich AG.

 

Ich heiße Julia und bin als Project Leader am Züricher Flughafen tätig. Ins Berufsleben gestartet bin ich allerdings als Oberkommissarin bei der Kriminalpolizei in Deutschland. Warum ich dann in die Schweiz gegangen bin? Mein Lebenspartner ist Schweizer und wir haben beschlossen, unseren Lebensmittelpunkt in sein Heimatland zu verlegen. Die Schweiz hat für uns großen Freizeitwert: Wir lieben die Berge, Seen, Käse und Schokolade, und davon gibt es hier reichlich.

Actionszenen gibt es als Polizistin nur selten

Schon als Kind fand ich Sherlock Holmes und Columbo toll. Fälle aufklären und Menschen helfen waren zwei Dinge, die ich in Zukunft gerne tun wollte. Da Sport meine Leidenschaft ist, habe ich mich für eine Laufbahn bei der Kriminalpolizei entschieden. Die Arbeit war nicht immer so spannend, wie sie im Fernsehen dargestellt wird: Statt der dort gezeigten „Actionszenen“ besteht die Polizeiarbeit zu 80 Prozent aus Berichte verfassen, Recherchen und Vernehmungen. Zumindest wenn man im Ermittlungsbereich tätig ist. Überstunden waren nicht selten, denn Verbrecher kümmern sich leider nicht um Bürozeiten. Dazu kam, dass mir berufliche Aufstiegsmöglichkeiten fehlten.

Neues wagen – mit einem flexiblen MBA-Studium

Nach zehn Jahren Kriminalpolizei wagte ich also etwas Neues. Ich startete mein MBA-Fernstudium an der IUBH und wechselte noch währenddessen von der Polizei zu einem Schweizer Start-up als Consultant. Dort habe ich unter anderem Krisen- und Notfallkonzepte erstellt, so auch für die Ski-WM 2017 in St. Moritz.

Für den MBA habe ich mich entschieden, weil ich damit einen guten Überblick über alle relevanten Themengebiete im Bereich Wirtschaft und Management gewinnen konnte. Ich wollte flexibel, schnell und unabhängig studieren, da war das Fernstudium an der IUBH wirklich prima. Dank der individuellen Gestaltung des Studiums, unter anderen mit Vlogs, Hörvorlesungen oder Skripten, hat sich das Studium perfekt meinem Leben und Lernstil angepasst. Viele der Techniken, die ich dort erlernt habe, kann ich heute für Analysen und Projekte anwenden. Auch in punkto Umgang mit Kollegen oder Teamleitung habe ich aus dem Studium viel mitnehmen können.

Flughafen ZürichDer Flughafen Zürich als berufliche Herausforderung

Nachdem ich meinen MBA abgeschlossen hatte, wechselte ich zur Flughafen Zürich AG als Project Leader. Ich hatte ein intensives Einarbeitungsprogramm, sodass der Einstieg sehr gut verlief. Trotzdem wird es wohl mehrere Jahre dauern, um alle Prozesse zu verstehen, denn ein Flughafen ist ein komplexes Umfeld mit vielen unterschiedlichen Anspruchsgruppen. Ich denke aber, dass ich mich bisher gut in meinem Bereich etabliert habe.

Zu meinen Aufgaben gehören die Projektleitung, das Qualitätskontrollmanagement, Ausbildungsthemen im Sicherheitsbereich und die Planung und Durchführung von Kommunikationskampagnen – um nur einige zu nennen. Herausfordernd ist dabei vor allem die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Partnern und Anforderungen. Das erschwert oftmals die Kommunikation, und man muss sich meist sehr intensiv mit diesen Projekten beschäftigen. Zudem ist die Luftfahrtbranche ein sehr regulierter Bereich, sodass man in vieler Hinsicht nicht ganz so flexibel agieren kann, wie man möchte. Auch das kann sehr herausfordernd sein.

Schnelllebigkeit der Privatwirtschaft als großer Unterschied

Der größte Unterschied zu meiner Tätigkeit bei der Polizei ist die Schnelllebigkeit in der Privatwirtschaft. Die Jobsicherheit ist etwas geringer, dafür ist alles agiler und man kann viel freier entscheiden. Bei der Polizei steht vor allem die Aufklärung von Straftaten im Fokus und weniger die Wirtschaftlichkeit. In der freien Wirtschaft ist mehr Management und wirtschaftliches Denken gefragt. Die methodische Kompetenz, Dinge zu analysieren, aufzuarbeiten und Projekte anzugehen, die ich bei der Polizei erlernt habe, kann ich aber auch in meinem jetzigen Beruf gut nutzen. Ebenso helfen mir die bei der Polizei erworbene Menschenkenntnis und Kommunikationsfähigkeit.

Was ich für die Zukunft plane? Generell möchte ich immer neue Herausforderungen finden und meistern und meine Führungskompetenzen weiter ausbauen. Da ich meinen Job ja erst vor acht Monaten gewechselt habe, sind die nächsten beruflichen Schritte noch nicht im Detail geplant.

 

Julia Eisenträger ist 34 Jahre alt und studierte an der IUBH den Master of Business Administration (MBA) mit den Spezialisierungen Management Consulting und HR Management. Aktuell arbeitet sie als Project Leader bei der Flughafen Zürich AG. In ihrer Freizeit kann sie auf Sport in jeglicher Form nicht verzichten, vor allem aber nicht auf Wandern, Tennis, Fitness, Laufen und Schwimmen. Außerdem liebt sie Nähen und Klavierspielen.

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